Oktober 14, 2003
Kannten Sie das Jetzt Magazin? Kennen Sie jetzt.de? Kennen Sie Peter Licht?
Wer zwischen 20 und 99 Jahren braucht Berichte, wie die erste Fahrstunde war und der tolle Baggerseesommer? Wer zwischen 15 und 99 Jahren braucht Krickel-Krackel-Ästhetik in Pastelltönen?
Wer zwischen 5 und 99 Jahren braucht eine Zeitung, für deren Lektüre man wiederum einen Tisch benötigt?
Das waren rhetorische Fragen: Keiner, keiner, keiner.
Das Jetzt Magazin
war völlig überbewertet.
Man brauchte es gar nicht,
wie man jetzt wohl sieht.
Und Jetzt.de.
Der Alte Arsch.
Da kann ich mich drüber aufregen
Sau.
Und DIE ZEIT erst.
Da kann ich mich auch drüber aufregen.
So'n Hals hab ich
über die.
So'n Hals, so'n Hals, so'n Hals.
Wer zwischen 5 und 99 Jahren braucht eine Zeitung, für deren Lektüre man wiederum einen Tisch benötigt?
Das waren rhetorische Fragen: Keiner, keiner, keiner.
Das Jetzt Magazin
war völlig überbewertet.
Man brauchte es gar nicht,
wie man jetzt wohl sieht.
Und Jetzt.de.
Der Alte Arsch.
Da kann ich mich drüber aufregen
Sau.
Und DIE ZEIT erst.
Da kann ich mich auch drüber aufregen.
So'n Hals hab ich
über die.
So'n Hals, so'n Hals, so'n Hals.
Oktober 13, 2003
Wegeplaner aufgemerkt, hier könnt Ihr was lernen
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass alle Fußwege von Abkürzungen flankiert werden? Kein Weg kommt ohne Trampelpfad nebenan aus. Als wäre es Mode unter den Fußwegen sich einen solchen Pfad zuzulegen. Vermutlich treffen sich die Fußwege tatsächlich zu Frühjahrsmessen in Paris, Mailand, New York und Tokio und beschließen die Mode für das kommende Jahr. Dann werden so ausgefallene Assessoires wie Rindenmulch oder Sand als ziemlich angesagt definiert und dann auch gerne mal getragen. Dauerbrenner aber sind die Trampelpfade. Seit Menschengedenken gibt es sie. Verstärkt jedoch, seitdem kluge Planer den Verlauf von Fußwegen vorab bestimmen, ohne zuvor die Meinung von Fußgängern einzuholen. Dies nämlich ist die zweite Erklärungsmöglichkeit. Nicht Mode, nein, ganz technokratisch: Unvermögen„Laufen Fußwegplaner nie?“ ist man, reichlich aufgebracht, gewillt auszurufen. Man könnte es fast annehmen. Seien Sie ehrlich zu sich und mir: Wie oft kürzen Sie Ihre Wege ab, indem Sie auf den letzten Metern vom Asphalt abweichen und etwas verschämt über niedergetretenes Gras laufen? Nie? Dann überspringen Sie die kommenden Absätze und lesen Sie gleich beim nächsten oder übernächsten Text weiter. Häufig oder sogar immer?
Na, sehen Sie. Ist ja aber auch kein Wunder! Da führen diese asphaltierten Wege zwar schön meandernd durch die Gegend, jedoch niemals – NIEMALS – unter Verwendung des kürzesten Weges zwischen A und B. A sei hier der Ort von dem Sie kommen um zu B, dem Ort den Sie aufsuchen wollen, zu gelangen. Immer sind da Schlagenlinien, geologische Lehrpfade, Bänke und Blumenrabatten eingebaut. Nicht praktisch das, Nein, nein, überhaupt nicht praktisch. Darum also an dieser Stelle mein Vorschlag an die Wegeplaner: Stellen Sie eine Wiese zur Verfügung, bepflanzen Sie die mit allerhand Trittempfindlichem Grün und schaffen Sie dann dort Wege, wo nach einer gewissen Testphase keine Pflanzen mehr sind. Das dauert zwar ein wenig, rentiert sich aber. Schließlich wird das schönste Wegekonzept, mit den schönsten Namen – neulich bin ich über die freie Mitte Süd gelaufen (da läuft dem Wegeplaner bestimmt das Wasser im Munde zusammen und der Planerstift zittert schon vor Erregung) - dadurch karrikiert, dass nach wenigen Jahren überall dort wo zuvor Trampelpfade waren, nach und nach doch noch Asphalt hinkommt.
Also warum nicht testen und dann handeln. Auf anderen Gebieten wird doch ähnlich verfahren. Ein hochcharmantes Konzept findet seine Anwendung beim Brückenbau. Zuerst wird eine Testbrücke erstellt, baugleich und wesensverwandt zur letztendlichen Brücke. Dann werden so lange LKWs mit zuvor bestimmtem Gewicht über die Testbrücke gefahren, bis diese nachgibt und zusammenfällt. Man merkt sich das Gewicht des letzten LKWs, baut die Brücke wieder auf und hat – durch weisen Einsatz moderner Testmethoden – die maximale Belastung der Brücke ermittelt. In Zukunft muss man dann nicht mehr lange überlegen, Pfeiler dicker machen oder zusätzliche Spuren ranbauen, die Last ist getestet und definiert. Simples Konzept, auf Wege übertragbar.
[jos]
Na, sehen Sie. Ist ja aber auch kein Wunder! Da führen diese asphaltierten Wege zwar schön meandernd durch die Gegend, jedoch niemals – NIEMALS – unter Verwendung des kürzesten Weges zwischen A und B. A sei hier der Ort von dem Sie kommen um zu B, dem Ort den Sie aufsuchen wollen, zu gelangen. Immer sind da Schlagenlinien, geologische Lehrpfade, Bänke und Blumenrabatten eingebaut. Nicht praktisch das, Nein, nein, überhaupt nicht praktisch. Darum also an dieser Stelle mein Vorschlag an die Wegeplaner: Stellen Sie eine Wiese zur Verfügung, bepflanzen Sie die mit allerhand Trittempfindlichem Grün und schaffen Sie dann dort Wege, wo nach einer gewissen Testphase keine Pflanzen mehr sind. Das dauert zwar ein wenig, rentiert sich aber. Schließlich wird das schönste Wegekonzept, mit den schönsten Namen – neulich bin ich über die freie Mitte Süd gelaufen (da läuft dem Wegeplaner bestimmt das Wasser im Munde zusammen und der Planerstift zittert schon vor Erregung) - dadurch karrikiert, dass nach wenigen Jahren überall dort wo zuvor Trampelpfade waren, nach und nach doch noch Asphalt hinkommt.
Also warum nicht testen und dann handeln. Auf anderen Gebieten wird doch ähnlich verfahren. Ein hochcharmantes Konzept findet seine Anwendung beim Brückenbau. Zuerst wird eine Testbrücke erstellt, baugleich und wesensverwandt zur letztendlichen Brücke. Dann werden so lange LKWs mit zuvor bestimmtem Gewicht über die Testbrücke gefahren, bis diese nachgibt und zusammenfällt. Man merkt sich das Gewicht des letzten LKWs, baut die Brücke wieder auf und hat – durch weisen Einsatz moderner Testmethoden – die maximale Belastung der Brücke ermittelt. In Zukunft muss man dann nicht mehr lange überlegen, Pfeiler dicker machen oder zusätzliche Spuren ranbauen, die Last ist getestet und definiert. Simples Konzept, auf Wege übertragbar.
[jos]